foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Robert Tiesler zu 'Manchester by the Sea'

WERBUNG
Kritik von Robert Tiesler
veröffentlicht am 28.01.2017
90%
Ein Anruf verändert das Leben von Lee Chandler (Casey Affleck). Verändert es wieder. Und wieder tiefgreifend.
Lee fristet ein Leben als Hausmeister. Er kommt mit wenig aus.
Jetzt aber erfährt er: Sein Bruder ist tot. Herzstillstand. Man hat es kommen sehen, denn an Herzschwäche litt er schon vor einigen Jahren.
Nun aber muss Lee Verantwortung zeigen: Er muss sich um seinen 16-jährigen Neffen Patrick (Lucas Hedges) in Manchester kümmern. Und darum, seinen Bruder unter die Erde zu bekommen.
Dabei muss Lee erst mal sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen und den grauenvollen Schicksalsschlag verkraften, an dem er sich auch noch selbst die Schuld gibt.

"Manchester by the Sea" ist ein zutiefst trauriger Film. Nach und nach wird entblättert, was Lee in seinem Leben schon durchgemacht hat, wie sich sein Leben verfinsterte. Und als Zuschauer rutscht man immer tiefer in den Sessel.
Als sich Lee dann in Manchester um seinen Neffen kümmern muss - Verantwortung übernehmen muss -, scheint sich bei ihm wieder alles zu drehen.
Das alles zu beobachten, ist extrem fesselnd. Auch wenn das alles so traurig ist, irgendwie auch deprimierend, diese Menschen sind in ihrer Trauer so stark. Wenn manchmal auch aufgesetzt stark, aber sie versuchen, mit ihrer Trauer umzugehen - oder sie zu umgehen.
Casey Affleck spielt herzergreifend. Zurückgenommen und doch ganz stark. Das gilt auch für Michelle Williams, die Lees Ex-Frau spielt. Sie hat gar nicht so viele Szenen, aber diese wenigen spielt sie unglaublich eindrücklich.
Man wünscht all diesen Menschen, dass es ihnen bald wieder besser geht, und lange bleibt unklar, ob das mal geschehen wird.
Regisseur Kenneth Lonergan hat hier ein kleines Meisterstück abgeliefert, das zum Glück zwischendurch immer wieder Witz aufblitzen lässt.

War diese Kritik hilfreich?
5 von 9 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
weitere Kritiken zu diesem Film
Neben obiger Besprechung gibt es noch keine weiteren Kritiken - möchtest Du Deine eigene Meinung loswerden? Hier erfährst Du, wie:
Eigene Kritik schreiben
Weitere Kritiken in der aktuellen Übersicht oder im Archiv
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k8wy
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
C
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen