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Kritik von Christina Kern zu 'Nerve'

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Kritik von Christina Kern
veröffentlicht am 19.09.2016
75%
Der Thriller Nerve von Henry Joost und Ariel Schulman ist ein mitreißendes Stück Filmgeschichte, welches zum Mitfiebern einlädt und einen selbst vor die Frage steht: Wie weit würdest du gehen? Für ein Spiel? Für Geld?
Alles beginnt damit, dass Vee (Emma Roberts) von ihrer besten Freundin immer mehr geneckt wird, dass sie sich nichts trauen würde, während sie selber recht locker ist und bei dem neuesten Spiel mitmacht. Das Spiel heißt Nerve und ist ein Echtzeitspiel in der realen Welt. Um daran teilzunehmen registriert man sich mit seinen Sozialmediadaten und einem Fingerabdruck und ist danach per Handy oder sonstigen Internetplattformen rund um die Uhr dabei.
Bei dem Spiel gibt es vermeintlich nur zwei Klassifikationen, um daran teilzuhaben. Entweder du bist ein Watcher, welcher für das Zuschauen echtes Geld bezahlen muss. Dafür kann man aber auch die Aufgaben mitbestimmen, welche die Player erfüllen müssen.
Dabei geht es um Challenges der verschiedensten Art, für welche die Player wiederum Geld direkt auf ihr Bankkonto überwiesen bekommen, wenn die Challenge denn bestanden wird.
Die erste Challenge für Vee beginnt unschuldig mit einem Kuss, welchen sie einem Fremden geben muss.
Bei diesem anderen Fremden handelt es sich um einen anderen Spieler (Dave Franco), zu welchem Vee hin geführt wurde, da alles über sie bekannt ist.
Von dem Charme ihres Kontrahenten eingenommen und durch den Druck sich selber etwas zu beweisen steigt Vee auch auf ihre zweite Challenge ein, mit dem Fremden in die Stadt zu fahren und gerät immer weiter in die Fänge des Spiels.
Was mit kleinen Scherzen anfängt, wird irgendwann lebensgefährlich und alle schauen zu, denn Handys und das Internet sind immer und überall.

Zwar lässt die schauspielerische Leistung ebenso zu wünschen übrig, wie so manche Dialoge, aber gerade zu Zeiten wo die Menschheit nonstop online ist und Pranks und Challenges aller Art immer mehr verbreitet werden, finde ich einen Film wie Nerve überaus wichtig. Er hält einem den Spiegel vor das Gesicht und erinnert einen an die Grenzen zwischen Spiel und wahrem Leben und wie leicht man eben diese Grenzen verwischen lässt. Auch wird aufgezeigt wie enorm viele Daten ein jeder von sich preisgibt ohne darüber nachzudenken und wie die falschen Leute einen damit absolut in der Hand haben könnten.
Es mag bessere Filme geben, aber er ist spannend gemacht und ist durchaus sehenswert.

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