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Kritik von Hans-Jürgen Prechtl zu 'Don't Breathe'

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Kritik von Hans-Jürgen Prechtl
veröffentlicht am 08.09.2016
75%
Regisseur Fede Alvarez legt mit "Don't Breathe" einen spannenden Thriller vor, der komplett auf Gewaltorgien verzichtet. Ganz und gar in der Realität verankert kommt DON'T BREATHE ohne übersinnliche Elemente aus. Keine Killer oder Monster jagen hinter jugendlichem Kanonenfutter her. Stattdessen nimmt Alvarez eine Handvoll Personen, sperrt sie in ein Haus und lässt sie aufeinander los.
Eine heruntergekommene Randsiedlung irgendwo in Detroit: Verlassen und verwahrlost reiht sich Haus an Haus. Inmitten dieser trostlosen Gegend lebt ein blinder Kriegsveteran (Stephen Lang). Eines Nachts brechen Alex (Dylan Minnette), Rocky (Jane Levy) und Money (Daniel Zovatto) in das Haus des Blinden ein, in der Hoffnung, dort Tausende von Dollars abzugreifen. Während des Raubzuges werden die Diebe jedoch vom Hausherrn überrascht und im Gebäude eingeschlossen. Wie sich schnell herausstellt, ist der blinde Mann keineswegs so hilflos, wie gedacht. Alex, Rocky und Money steht ein nervenaufreibender Überlebenskampf bevor, denn der Blinde hat nicht die Absicht, sie wieder lebend gehen zu lassen.
Für "Don't Breathe" hat sich Regisseur Fede Alvarez auf ein einfaches Setting verlassen: Ein gewöhnliches Wohnhaus dient als spartanische Kulisse, in der eine überschaubare Anzahl von Figuren im Halbdunkel hin und her hetzt. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch eine interessante Eigenheit auf: Bei den Charakteren gibt es keine klare Trennung zwischen Gut und Böse. Die drei Einbrecher, welche einen blinden alten Mann ausrauben, sind in erster Linie Kriminelle. Sie werden dann aber zu Gejagten und damit zu mutmaßlichen Sympathieträgern für das Publikum. Der Überfallene hingegen ist in erster Linie das Opfer der Einbrecher. Anstatt aber Alarm auszulösen und die Polizei zu rufen, setzt er sich mit tödlicher Absicht zur Wehr und wird damit zum bedrohlichen Faktor der Geschichte. In dieser Konstellation entwickelt "Don't Breathe" eine dauerhaft anhaltende Spannung. Gleichzeitig prägt den Film eine depressive Stimmung, der man nicht abgeneigt sein darf, um aus dem Kinobesuch einen Gewinn zu ziehen. Akzeptiert man darüber hinaus die immer wieder auftretenden Ungereimtheiten, kommt man mit dem geradlinigen Thriller bestens klar. Seine Stärke demonstriert "Don't Breathe" aber nicht zuletzt durch einige Überraschungen, die natürlich nicht verraten werden.
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