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Kritik von Martin Zopick zu 'The Light Between Oceans'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 23.09.2016
80%
Ein kinderloses, junges Ehepaar, das als Leuchtturmwärter auf der Insel Janus lebt, findet nach mehreren vergeblichen Versuchen ein Kind zu bekommen, ein Baby, das in einem Boot angespült wird.
Isabel (Alicia Vikander) beschwört ihren Mann Tom (Michael Fassbender), es als ihre eigene Tochter Lucy auszugeben. Jahre spätere trifft Tom die leibliche Mutter Hannah (Rachel Weisz) von Lucy.
Es wird eine moralische und juristische Lawine losgetreten, bei der niemand glücklich wird und die von Melodramatik nur so trieft. Regisseur Derek Cianfrance fährt voll die emotionale Schiene. Da spielen bei Tom Schuld und Sühne, die Liebe zu Isabel oder die Liebe zu seinem Beruf mit all den Dienstvorschriften eine Rolle. Isabels Leiden beginnt erst als Hannah auftaucht und ihr die Justiz Mann und Kind wegnimmt, dem auch noch eine Verurteilung wegen Mordes droht. Tom und Isabel verlieren fast ihre große Liebe für einander, finden sich dann aber doch noch. Und am Ende besucht Lucy ihren 'Vater' und bringt auch noch ein Baby mit...
Das ist Gefühlskino pur. Da bleibt keine Taschentuch ungenutzt. Der Plot ist fast schon überladen mit menschlicher Tragik, eine echte Tragödie im klassischen altgriechischen Sinn. Ausweglos. Es gibt keine Lösung oder einen Ausweg aus dem Dilemma. Fehlt hier etwa ein Gott, der ein Machtwort sprechen könnte. Aber selbst der würde keinen Frieden bringen können. Den Figuren bleibt nur eines übrig: unendliches schier unerträgliches Leid. Echtes Mutterglück kämpft gegen Wunschdenken an und Lucy leidet unter Elternlosigkeit.
Die guten Darsteller transportieren einen erdrückenden Stoff.
Und doch wollten letztlich keine tiefgehenden Emotionen so richtig greifen, weil die Handlung sich zerfasert, in viele kleine, neue Kriegsschauplätze, den Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle taucht und zur Distanz zwingt. Es blieb ein fades Gefühl übrig.
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