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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Snitch - Ein riskanter Deal'

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Partner von Entania
Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 04.10.2013
75%
Dass ein ehemaliger Wrestling-Star, der ins Schauspielfach wechselt, vor allem mit Action-Rollen besetzt wird, klingt nur logisch. So wie Steve Austin, Jean-Claude Van Damme, Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger hat auch Dwayne "The Rock" Johnson seine Hollywoodkarriere mit körperbetonten Rollen in Filmen wie "The Scorpion King" und "Welcome To The Jungle" begonnen. Mittlerweile wird der muskelbepackte Sympathieträger aber auch gern in Familienfilmen ("Zahnfee auf Bewährung", "Die Reise zur geheimnisvollen Insel") eingesetzt. In "Snitch - Ein riskanter Deal" überzeugt Johnson als fürsorglicher Vater, der alles tut, um seinen Sohn aus dem Gefängnis zu holen.
Als der 17-jährige Jason Matthews (Rafi Gavron) ein Pillen-Päckchen für seinen besten Freund annimmt, wird er gleich von der DEA in Gewahrsam genommen und dem Haftrichter vorgeführt. Seine verzweifelte Mutter wendet sich an ihren Ex-Mann, den erfolgreichen Bauunternehmer John (Dwayne Johnson), der seinen Sohn zur Vernunft bringen will. Laut des verschärften Strafrechts droht auch Angeklagten ohne bisherige Vorstrafen eine wenigstens zehnjährige Gefängnisstrafe, die nur reduziert werden kann, wenn der Angeklagte einen anderen Dealer verpfeift. Da Jason nicht daran denkt, seinen Freund zu verraten, handelt sein Vater einen Deal mit Staatsanwältin Joanne Keeghan (Susan Sarandon) aus: Wenn es ihm gelingt, als Undercover-Ermittler dafür zu sorgen, dass der Drogenboss Malik (Michael Kenneth Williams) festgenommen wird, wird Jasons Strafe auf ein Jahr reduziert. Dazu bedient sich John der Hilfe seines wegen Drogenhandels vorbestraften Angestellten Daniel James (Jon Bernthal), der ihm den Kontakt zu Malik knüpft. Allerdings macht John seinen ersten Job als Drogen-Transporter so gut, dass ihn der Kartell-Boss "El Topo" (Benjamin Bratt) in seine Dienste nehmen will. Nun gibt sich auch die Staatsanwaltschaft nicht mehr mit Malik zufrieden und will sich den größeren Fisch angeln. So leicht kommt der Familienvater aus der Nummer also nicht raus.
Die Geschichte, die auf einer Episode aus der Doku-Serie "Frontline" beruht, hat eigentlich alles, was einen kurzweiligen Action-Reißer ausmacht, vor allem einen herzensguten Familienmenschen, der alles auf eine Karte setzt, um eine juristische Absurdität abzuwenden, die seinen Sohn für zehn Jahre ins Gefängnis bringen würde, und einen Haufen böser Drogen-Jungs, die zur Strecke gebracht werden müssen. Doch statt sich auf Schlägereien, Messerstechereien und Schießereien zu konzentrieren, nimmt sich Regisseur Ric Roman Waugh ("Felon") viel Zeit, um seinen Protagonisten als fürsorglichen Unternehmer und liebevollen Vater einzuführen, aber auch die Zwickmühle seines Kompagnons Daniel beschreibt, der sich eigentlich von Drogengeschäften fernhalten wollte, um als ehrlicher Arbeiter für seine junge Familie zu sorgen. Natürlich bietet "Snitch" auch ein gesundes Maß an Action, aber Dwayne Johnson lässt hier nicht seine Muskeln spielen, sondern steckt selbst mehr ein als er austeilt, und wenn er zur Waffe greift, dann nur, um sich zu verteidigen. Im Zentrum steht vielmehr die strafrechtliche Monstrosität, die überhaupt erst zu diesen verwegenen Undercover-Aktivitäten führt. Johnson erweist sich dabei als erstaunlich feinsinniger Mime, der seiner ambivalenten Rolle absolute Glaubwürdigkeit verleiht und "Snitch" so zu einem durchweg überzeugenden Action-Drama macht.
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